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Das Islandpferd

Das jetzige Islandpferd hat eine Grösse von ca. 130 bis 145 cm Stockmass und ist ca. 350 bis 400 kg schwer. Islandpferde werden ab dem 5. Lebensjahr geritten und sind bis ins hohe Alter ideale Reitpferde mit grossteils sehr ausgeprägtem Gehwillen und viel Temperament bei angenehm ausgeglichenem und kommunikativem Wesen.

1973 war das Geburtsjahr von Isländer 'Satur' welcher sich noch bester Gesundheit erfreut... :D

Obwohl Islandpferde selten grösser als 140cm werden, wurden sie von den Isländern niemals als Pony angesehen. Norwegische Einwanderer, die in der Zeit von 860 bis 935 diese Vulkaninsel besiedelten, hatten die Pferde in ihren Langschiffen mitgebracht und seit nun mehr als tausend Jahren hat dieses Pferd eine zentrale Rolle im Leben der Isländer gespielt.

Die Rasse der Islandpferde wird seit mehr als tausend Jahren rein gezogen, denn seit der Zeit kam kein fremdes Pferd mehr auf die Insel. Der Althing, das älteste Parlament der Welt, verbot den Import von Pferden bereits im Jahre 930 n.Chr.

Es scheint so, dass schon früh mit selektiver Zucht begonnen wurde, indem man Hengstkämpfe als Mittel der Auslese benutzte. Selektive Zucht unter modernen Gesichtspunkten begann im Jahre 1879 in einem der bekanntesten Zuchtgebiete, in Skagafjördur in Nordisland. Die Zuchtprogramme waren weitgehend auf die Gangveranlagung abgestimmt. Viel Gestüte betrieben auch reine Farbzuchten; die Farben spielen nämlich in der Islandpferdezucht eine wichtige Rolle. Es gibt 15 anerkannte Farben. Häufig sind Füchse mit hellem Behang oder Braune und Falben. Es kommen aber auch weisse und schwarze Pferde vor. Hie und da auch Palominos oder Schecken. Albinos und getupfte Pferde sind unerwünscht.

1973 war das Geburtsjahr von Isländer 'Satur' welcher sich
noch bester Gesundheit erfreut... :D

 

Islandpferde gelten als freundlich und gefügig und besitzen einen erstaunlich guten Orientierungssinn und ausserordentliche Sehkraft.

Früher, als es in Island noch keine Strassen und befahrbare Wege gab, wurde das Islandpferd vor allem als Fuhr- und Packtier eingesetzt.

Heute erfreut es sich wegen seiner Sondergangarten Tölt und Pass. Tölt ist ein Viertakt den die Islandpferde einsetzen, um auf schlechtem Gelände sehr schnell gehen zu können. Er ist ein "Gang, den das Pferd in unveränderter Fussfolge von langsamem Tempo bis zu höchster Geschwindigkeit gehen kann. Der Pass wird im Renntempo geritten.

Etwa die Hälfte der isländischen Pferde lebt das ganze Jahr über halbwild im Freien ohne weiteres Zufutter das ihnen beispielsweise über die harten Winter helfen würde. Manchmal bekommen sie jedoch den nahrhaften Hering aus der Isländischen See.

Da Rinder die eisigen Winter in Island nicht im Freien überstehen, die Islandpferde dies aber können, werden sie auch als Fleischlieferanten gebraucht; Pferdefleisch spielte in der isländischen Geschichte immer eine wichtige Rolle.

Auch Sport ist von Bedeutung. Es gibt regelmässig Turniere inklusive Tölt- und Passrennen, Geländeritte und sogar Dressurwettbewerbe.

Das erste moderne Rennen wurde im Jahre 1874 in Aukureyri veranstaltet. Heute finden die Rennen an unterschiedlichen Austragungsorten zwischen April und Juni statt. Das wichtigste Turnier für Island ist das alle vier Jahre ausgetragene Landsmôt, auf dem sich alle isländischen Züchter und aus aller Welt Reiter treffen.
 


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