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Tipps vom Stallmeister & allerlei wissenswertes...

  • Pferde 'angrasen' lassen
    Bevor im Frühjahr für die meisten Pferde die Koppelsaison beginnt, solltet Ihr Eure Pferde ans Gras gewöhnen. Gehet doch mit Eurem Pferd spazieren und lasst es schon mal 10 Minuten grasen. Nachdem man einige male grasen war, kann man die Zeit um 5 Minuten verlängern. So kann man die Anzahl der Minuten langsam steigern und erlebt keine unliebsamen Überraschungen wenn die Pferde dann auf die Koppel dürfen.

  • Tränken im Winter
    Wenn die Temperaturen unter Null Grad fallen hat man oft Probleme mit den Tränken. Hierbei empfiehlt es sich, einen Ball in die Wassertränken zu
    geben. Durch das herumschwimmen kann das Wasser nicht so leicht frieren. Zudem ist es eine gute Beschäftigung auf den oft schon kahlen Wiesen dieser Saison, da manche Pferde mit den Bällen spielen.

  • Tränken generell
    Tränken sollten einmal pro Tag auf Verschmutzung und Funktionalität geprüft und bei Bedarf gereinigt oder repariert werden.

  • Aufstollen der Hufe im Winter
    Gegen Aufstollen hilft das einschmieren des Hufes mit normalen, billigen Schmalz. Dies ist eine einfache und kostengünstige Variante.

  • Winterbeschlag
    Denken Sie rechtzeitig Ihr Pferd "winterfest" zu machen. Dies kann in Form von Schneeeinlagen, Stiften, etc. vorgenommen werden. Oder besser, falls die Möglichkeit besteht, nehmen Sie Ihrem Pferd die Eisen ab. Dann benötigen Sie keine "Extras", denn Pferde ohne Eisen rutschen auf Schnee und glatten Boden sehr wenig.

  • Verstopfte Talgdrüsen
    Verstopfte Talgdrüsen, gerade in der Sattellage, mit Schmierseife abwaschen (äussern sich als kleine "Knötchen" unter der Haut). Dies öffnet die Poren, so dass der überschüssige Talg wieder ablaufen kann. Vorbeugen könnt ihr durch regelmässiges waschen der Satteldecke!

  • Satteldecken
    Die Satteldecke ihres Sattels sollte regelmässig gewaschen werden. Durch verschmutzte Satteldecken können Talgdrüsen verstopften (siehe oben). Dadurch bilden sich Knötchen in der Sattellage die oft auch noch druckempfindlich sind. Dadurch kann das Pferd einige Zeit nicht geritten werden. Also bitte die Satteldecken vor jedem Reiten kontrollieren.

  • Eingedeckte Pferde
    Ab ca. -10 Grad sind dünne Überwurfdecken nicht mehr ausreichend und euer Pferd kann darunter das Fell zur Wärmepufferung nicht mehr aufstellen. Bei Temperaturen ab +10 Grad ist allerdings auch keine mit 400 Gramm wattierten Decken mehr sinnvoll, da diese zu Kreislaufproblemen führen können. Lasst zudem euer Pferd so oft es geht ohne Decke in der Halle oder einem anderen trockenen Platz wallen. Durch die Decke kommt das Pferd nicht mehr richtig an sein Fell, vor allem nicht an juckende Stellen. Aus demselben Grund solltet ihr euer eingedecktes Pferd auch immer gründlich putzen. Lasst euch nicht dazu verleiten nur schnell "darüber zu wischen" da das Pferd ja sauber ist. Eure Pferde brauchen auch die Massage beim putzen.

  • Melkfett
    Melkfett zeichnet sich durch seine heilende Wirkung aus und macht die Haut geschmeidig. Anzuwenden bei kleinen Rissen in der Haut oder auch Schürfungen. Wenn die Haut (besonders Maulwinkel) der Pferde im Sommer rissig und spröde ist, kann Melkfett eingerieben werden.

  • Blähungen
    Hopfen ist ein altbewährtes Mittel gegen Blähungen. Es hemmt Gärungsvorgänge in Magen und Darm. Einfach dem Pferd kleine Mengen Hopfenmehl oder getrocknete Hopfenblüten ins Futter mischen.

  • Umschläge warm oder kalt?
    Grundsätzlich gilt, dass man frische, sehr warme Schwellungen mit kalten Umschlägen verarztet, ältere Schwellungen bzw. Verletzungen oder Krankheiten, die eine Langzeitbehandlung benötigen, mit warmen. Die meisten kalten Umschläge sind ja ohnehin so angelegt, dass sie am Pferdebein warm werden und somit die Wärmebehandlung auf die Kältebehandlung folgt.

  • Bandagieren
    Wenn man einem Pferd mit langem, üppigen Behang die Hinterbeine bandagiert ist oft der Schweif im Weg. Beim Anlegen komplizierter Verbände kann das recht lästig sein. Die Lösung ist ein Knoten im Schweif, der nach dem Bandagieren wieder gelöst wird.

  • Quark
    Zur Behandlung frischer Sehnenschäden oder einfach zur Erfrischung nach einem langen Ritt bietet sich eine Quarkpackung an. Dazu wird Quark auf das Bein - oder auch die Sattellage - aufgetragen und abgewaschen, sobald er trocken und hart zu werden beginnt.

  • Erste Hilfe mit Melkfett
    Bei kleinen Wunden, Rissen und Hautabschürfungen griff der alte Stallmeister zum Melkfett. Es macht die Haut geschmeidig und hat heilende Wirkung. Melkfett empfiehlt sich auch zum Einreiben der Malwinkel, wenn die Haut dort im Sommer spröde wird.

  • Hilfe bei Kreuzverschlag
    Erkrankt ein Pferd an Kreuzverschlag, so helfen Wärmepackungen im Rücken - Nierenbereich. Der alte Stallmeister hielt viel von heissen Kartoffelumschlägen. Dazu werden die gekochten Kartoffeln zerstampft und als Umschlag aufgebracht. Unter einer Wolldecke hält der Kartoffelumschlag lange feuchte Wärme. Die Behandlung durch den Tierarzt ersetzt dieses Rezept natürlich nicht.

  • Haarwechsel
    Ein halber Liter Hirseflocken pro Tag sorg für einen schnellen Haarwechsel, ein schönes Fell und kommt zudem dem Haarwachstum zugute. Übrigens: Leicht angefeuchtete Weizenkleie hilft gegen leichte Durchfälle, weil sie stopft. Sehr nasse Kleie führt dagegen ab. Achtung! Ganz trocken sollte Weizenkleie nie verfüttert werden, denn dabei besteht vermehrte Gefahr von Schlundverstopfung.
    Wenn jedoch Probleme beim Fellwechsel auftreten, liegt es oft am Mangel bestimmter Mineralien. Lassen Sie vom Tierarzt ein Blutbild machen, so erkennen Sie welche Mineralien fehlen und können gezielt dagegen vorgehen.
    Achtung: Ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt sollten Sie keine zusätzlichen Mineralien füttern!

  • Abspritzen der Pferde
    Bei nasskaltem oder windigem Wetter bitte die Nierenpartie der Pferde beim Abspritzen auslassen, da hier schnell eine Nierenverkühlung entstehen kann.

  • Wurmkurpasten
    Versuche es mal mit einem Apfel! aushöhlen, Wurmkur rein spritzen, Deckel drauf - fertig! Die meisten Pferde fallen darauf rein.

  • Anbringung einer Heuraufe
    Heuraufen sollten möglichst kurz über Boden angebracht werden. Hochhängende Raufen verursachen Kreuzschmerzen und können zudem noch Husten und Augenentzündungen durch herabrieselnden Staub bewirken. Das Pferd darf auch nicht hineintreten können wodurch es sich verletzen könnte!

  • Spätere Grösse abschätzen
    Wer wissen möchte wie das spätere Stockmass seines im Wachstum befindlichen Pferdes sein wird, kann das so genannte Zigeunermass anwenden. Man nimmt ein Strohbändchen und hält es an das Vorderbein in Höhe des Fesselgelenks. Dann wird die Distanz zum Ellenbogen gemessen, dann klappt man das Bändchen vom Ellenbogen ausgehend nach oben. Das müsste oberhalb des Widerristes sein - das ist laut Zigeunermass die spätere Grösse.

  • Trockene Einstreu
    Boxeneinstreu bleibt länger trocken, wenn man darunter eine dünne Schicht Sand anbringt. Der Sand bewirkt eine Drainage und verhindert ein schnelles Vollsaugen der Einstreu.

  • Trockene Hufe
    Wenn Sie einen Bach, Weiher, Fluss oder See etc. in Ihrer Nähe haben, reiten Sie hinein und bleiben mind. 10 Minuten dort stehen. Morgens, wenn der Tau noch auf dem Gras liegt, auf Feldwegen mit Gras reiten, da diese noch feucht sind und der Huf diese Feuchtigkeit aufsaugt. Hufe in einen Eimer mit Wasser stellen und 5 bis 10 Min. im Wasser stehen lassen. Erst danach, wenn der Huf sich mit Wasser voll gesaugt hat, fetten. Fett allein hilft nicht gegen trockene Hufe. Wenn Sie Fett auf trockene Hufe geben, verhindern Sie ggf. sogar, dass der Huf sich mit Feuchtigkeit versorgt, da Fett ja wasserabweisend ist.

  • Nervöse Pferde
    Nervöse und schwierige Pferde erhielten eine grosse Futterstrohration, dafür wurden die Hafergaben gekürzt. Ob die Wirkung nun wirklich darauf beruhte, dass Stroh dem Organismus reichlich Nährsalze liefert oder ob die stundenlange Beschäftigung mit dem Raufutter die nervösen Pferde beruhigte, ist fraglich, in der Praxis aber unwichtig.

  • Muskelkater
    Apfelessig im Futter hilft nach anstrengender Arbeit oder einem längeren Ausritt Muskelkater zu vermeiden.

  • Schatten auf der Weide
    Als Schattenspender auf der Pferdekoppel empfiehlt sich ein Walnussbaum. Er wächst schnell und wird von Pferden nur ungern benagt. Dem Reiter liefert er zudem die Weihnachtsnüsse.

  • Maulwurfshaufen
    Die Aktivität von Maulwürfen auf der Weide ist ein Beweis für intaktes Bodenleben. Auf keinen Fall sollte man also Massnahmen zur Bekämpfung ergreifen. Hobbygärtner können die Erde aus Maulwurfshaufen gut als Anzuchterde für junge Pflänzchen nutzen.

  • Schutz vor Druck
    Bei Pferden, die zu Sattel- und Gurtdruck neigen, empfiehlt sich eine Satteldecke und/oder ein Gurtschoner aus Schaffell.

  • Ohrgriff
    Unruhige Pferde können durch einen Griff am Ohr oder Abknicken desselben schnell beruhigt werden. Auch wehrige Pferde lassen dann zum Beispiel Tierarztuntersuchungen oder Behandlungen ohne zappeln über sich ergehen. Die Methode wirkt besonders gut bei Pferden, die sich ungern an Kopf anfassen lassen. "Kneten" und "Langziehen" der Ohren kann Kolikschmerzen lindern.

  • Glück beim Turnier
    soll es bringen, wenn man die Mähne des Pferdes in eine unregelmässige Anzahl von Zöpfen flicht. Wer daran glaubt, wird sicher Erfolg haben.

  • Wie gross wird mein Pferd?
    Um die endgültige Grösse eines jungen Pferdes zu bestimmen, wendet man das Zigeunermass an: Man misst den Abstand zwischen Ellenbogen und Fesselkopf, dann den Abstand zwischen Ellenbogen und Boden. Addiert ergeben die Werte die Widerristhöhe, die das Pferd erreichen wird, wenn es ausgewachsen ist.

  • Glänzendes Fell
    Alle paar Tage eine halbe Tasse Öl (Leinöl, Sonnenblumenöl etc.) ins Futter geben. Das gibt ein glänzendes Fell und versorgt das Pferd mit Vitaminen und Fettsäuren. Zusätzlich unterstützt es den Darm und ist eine gut verdauliche Nahrung zur Energielieferung.

  • Abwechslung für's Pferd
    Gestalten Sie die Arbeit mit Ihrem Pferd möglichst Abwechslungsreich. Machen Sie Ausritte, Dressurübungen in der Reithalle oder dem Platz, arbeiten Sie mit Cavalettis und Stangen oder Springen Sie mal richtig, machen sie Bodenarbeit, Spaziergänge mit Ihrem Pferd. Nehmen Sie mal an einem Wanderritt teil. Eine Woche sollte möglichst viel Abwechslung bieten, damit es dem Partner Pferd nicht langweilig wird und es freudig mitarbeitet.

Alle Tipp's hab' ich in den letzten Jahren gesammelt oder wurden mir von Lesern meiner Seite zugesandt.
Vielen Dank an all' diejenigen welche mithelfen, meine Sammlung weiter auszubauen...


© 2002 - 2013 by your-freelancer.ch - Uwe Mayr

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